Die Stadtpromenade: Das traurige Herz von Cottbus

In der Cottbuser Stadtpromenade modert eine absurd wirkende Brache vor sich hin. Warum lassen die Cottbuser ihren Stadtkern seit Jahrzehnten vor sich hin gammeln?

Nun, es waren nicht die Cottbuser. Die bauten an gleicher Stelle in den 60er Jahren überhaupt erst ein architektonisches Glanzstück, füllten es mit Leben und schlossen es mitsamt dem beliebten “Sternchen” in ihre Herzen. Sie hätten die Stadtpromenade niemals verscherbelt und abgerissen. Die Verwüstung im Stadtkern hat die Treuhandanstalt im Zuge der Einverleibung von Ostdeutschland durch die Bundesrepublik angerichtet. Mit dem Ende der DDR kam der große Ausverkauf und alles für Groschen unter dem Hammer: Betriebe, Flächen, Gebäude und die Würde der Leute, die das alles aufgebaut hatten! Das Areal ging an Investoren, dann – wie üblich – Profiterwägungen, Abwicklung, Abrissbirne!

Tausende Cottbuser füllten Unterschriftenlisten aus, um den Abriss zu verhindern. Aktuell werden auch wieder Unterschriften gesammelt, um die Brache zu beseitigen. Aber das alles ist für die Wendegewinner und ihre politische Vertretung nicht von Belang. Wie zum Hohn bleiben den Cottbusern nur Brache und leere Versprechungen. Nach der Vernichtung der ostdeutschen Wirtschaft durch die Treuhand, dem kaputtprivatisierten Gesundheits- und Bildungswesen und Mietpreiswucher – wann hat der Privatisierungswahn ein Ende? Was dürfen wir noch entscheiden?

Die Immobilienhaie pfeifen auf unsere Wünsche und Sorgen – wir pfeifen auf ihre Privatinteressen! Wir fordern die Stadtpromenade zurück in den Besitz derjenigen, welche die Stadtpromenade zu würdigen wissen und echten Gestaltungswillen zeigen: die Cottbuser Bürgerinnen und Bürger! Holen wir zurück, was uns gehörte!

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